Forrester Studie “Social Media Spendings 2009″

Drüben beim ethority Blog ist eine schöne Zusammenfassung der neuen Forrester Studie zum Thema “Social Media Spendings 2009″ zu lesen.

Forrester hat 140 Marketer gefragt, wie sie im Zeichen der aktuellen Rezession die Entwicklung der Social Media Werbebudgets einschätzen. Die überraschend positive Ergebnis: 53% aller Marketing-Entscheider werden den Invest in Social Media Maßnahmen verstärken.

Forrester_Study

Der Weg aus der Krise? Ich denke ja. Der Dialog zum Kunden wird immer wichtiger, die jetzt aufwachsende Generation wächst digital auf und hat schon längst die Möglichkeiten erkannt, sich effektiv und glaubhaft über Produkte und Marken zu informieren. Print, TV und Radiowerbung sind, auch laut der letzten BBDO Studie, auf dem absteigenden Ast.

Natürlich, wenn man die Social Media Budgets in absoluten Zahlen betrachtet sind diese immernoch vergleichsweise gering.

“three quarters of them are still spending $100,000 or less on these social technology projects. This is a drop in the bucket compared to other marketing expenditures”

Am schönsten finde ich den zusammenfassenden Satz:

“These inexpensive tools can quickly get marketing messages out through interactive discussion and rapid word of mouth, and properly managed, can deliver measurable results.”

Mit genau diesen Argumenten haben wir auch unseren Beta-Kunden überzeugen können. Relativ kostengünstige Maßnahmen, die im Vergleich zu klassischen Marketing-Maßnahmen eine hohe Effizienz besitzen und am Ende auch noch messbar sind.

Wenns Twitter nicht macht …

Bezahlte Werbung ist jetzt auch bei Twitter angekommen. Allerdings kommt diese nicht vom Mircoblogging-Dienst selbst. Wie Meedia.de berichtet hat turi2, der (nach eigener Aussage) Branchendienst 2.0 für Medienmacher, angefangen, WerbeTweets zu versenden. So konnte man über den TwitterAccount von turi2 das Wörtchen “Anzeige” lesen, gefolgt von einer Werbemeldung des Bertelsmann Konzerns.

Die recht harsche und meiner Meinung nach auch arrogante Art von turi2, auf Kritik zu antworten: “@mögliche Unfollower: Des Menschen Wille ist sein Himmelreich – und turi2 nicht die Caritas.”

Bei einem Preis von 250,- EUR und einem daraus resultierenten TKP von knapp 100,- EUR, wie Meedia ausgerechnet hat, wahrlich kein Schnäppchen für so eine Anzeige. Ich bin gespannt, wie sich die Sache weiter entwickelt. Aktuell hat turi2 2425 Follower. Ich schau dann nächste Woche noch einmal nach. Für mich persönlich ein klassischer Fall von “meilenweit am Ziel vorbei” … der dadurch ausgelöste Buzz dürfte sich eher negativ auswirken. Ich bin gespannt.

Hier noch ein Screenshot von der Bertelsmann Anzeige, den ich mir vom Meedia-Blog geliehen habe.

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Klarer Fall von Dumm gelaufen

Gerade drüben beim Trendsblog entdeckt: Eine witzige Anekdote dazu, dass man wohl doch auf seine Online Reputation ein klein wenig achten sollte.

Ein designierter Mitarbeiter von Cisco Systems hat, anstatt sich über den eben erhaltenen Job zu freuen, folgenden Tweet abgeschickt:

twitter-job

Und da Cisco leider doch nicht ganz das Internetzeitalter verschlafen hat, kam auch prompt die Antwort eines Cisco Mitarbeiters:

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Den Job war @theconnor dann wohl los. Dumm gelaufen.

Twitter kündigt Premium Accounts an

Beim Humoristen Brian Biggs ist eine nicht ganz ernst zunehmende News zum Thema “Twitter announces Premium Accounts” zu lesen.

Brian schreibt, Twitter CEO Evan Williams hat endlich der Diskussion um das Geschäftsmodell von Twitter ein Ende gesetzt und wird bald Premium Accounts für Twitter einführen. Obwohl das Ganze offensichtlich nicht ganz Ernst zu nehmen ist, die Art und Weise der von Brian beschriebenen Premium-Accounts ist interessant zu lesen:

Spatz ($5/Monat) – 145 Zeichen pro Nachricht, 5 zufällige Follower extra

Taube ($15/Monat) – 160 Zeichen pro Nachricht, 25 zufällige Follower extra, einen zufälligen Celebrity-Follower, Rechtschreibprüfung und ein T-Shirt

Eule ($50/Monat) – 250 Zeichen pro Nachricht, 100 zufällige Follower extra, zwei zufällige Celebrity-Follower, 30 Minuten auf einer Empfehlungsliste und ein Hoodie.

Adler ($250/Monat) – 500 Zeichen pro Nachricht, 1000 zufällige Follower extra, 3 Celebrity-Follower seiner Wahl, ein Concierge Service, der für einen twittert auch während man schläft und einen Anzug.

Am witzigsten finde ich aber die Vorstellung, einen Tweet-Verschönerer für $100/Jahr zu kaufen, der dann aus “Ich koche Kaffee” ein “Ich geh feiern mit Heidi Klum” macht. Manche Twitterer könnten das in der Tat gut gebrauchen.

Im Zuge dessen wächst natürlich die Angst, selbst ein Random Follower zu werden, weil man sich den Premium Account nicht leisten kann. Der Comic von www.pink-sheep.com spricht Bände.

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Natürlich ist das alles riesiger Quatsch, am Ende stellt sich aber doch eine interessante Frage: Wie viel wäre man eigentlich bereit, für einen Twitter Premium Account zu zahlen? Kommt natürlich auf die Leistungen an, aber ich denke mehr als $10 im Monat dürften schwierig werden?

Bei Twitter verbreitet sich die “Nachricht” übrigens in Windeseile.

Warner Bros. und seine Watchmen Titelsequenz

yuco_watchmenDa hat sich Warner Brothers mal wieder sauber selbst ins Knie geschossen. Eigentlich hätte Warner nichts besseres passieren können: Die Watchmen Titelsquenz (übrigens eine der wenigen guten Szenen des Films) wurde von einer Firma namens yU+Co erstellt. yU+Co haben am 06. März ihre Arbeit auf Ihrer Website veröffentlicht. Und mussten das Ganze nach einem Claim von Warner Bros wieder herunternehmen.

yU+Co stellen auf Ihrer Website fest, der Zug Warners sei vollkommen unverständlich. Und ich verstehe das Ganze wenn ich ehrlich bin auch nicht. Was hat Warner gegen kostenfreie, positive Publicity? Die Sequenz hat fast keine storyrelevanten Szenen, sondern ist einfach nur wirklich gut gemacht. Die Aufmerksamkeit, welche die Titles bekommen haben, wäre ein guter Push für den Film gewesen, der ein bisschen Hilfe gut hätte gebrauchen können.

Aber wie so oft sitzen wahrscheinlich in den Marketing- und Rechtsabteilungen der Musik- und Filmindustrie eher konservative Menschen, die die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung eher als Bedrohung statt Chance ansehen. Erst am Dienstag waren wir einhellig der Meinung, mit Sicherheit eine aussterbende Spezies.

Das Schönste ist, dass die Aktion von Warner völlig unnötig war, vom Effekt, mal wieder ein negatives Bild auf die Filmindustrie zu werfen mal abgesehen, denn das Internet vergisst nichts. Und wie bei yU+Co so schön zu lesen ist, wer die Sequence sucht, der findet.

Update: Anscheinend sind die Anwälte von Warner dabei, alle Videos der Titelsequenz anzuschreiben, Filmdrunk hats auf den Punkt gebracht: “Removed at the request of faggity lawyer types. Ooh, sorry for giving you free advertising, your highness.”


BPWN – Phase 2 ist durch.

Am Dienstag waren wir nun also auf der Abgabeparty des Business Plan Wettbewerb des Netzwerks Nordbayern. Nach der Abgabe, die flott über die Bühne ging, haben wir uns noch flott die drei Kurzvorstellungen von Teilnehmern angeschaut, wobei ich nur den Vortrag von Michael von designenlassen.de verstanden habe. Bei den anderen beiden wusste man vorher mehr als danach. Danach noch ein paar Häppchen und ein paar sehr interessante Gespräche. Ich erinnere mich nicht mehr, wie oft ich unser Konzept erklärt habe.

Nebenbei, Dave von kbuzz wagt die waghalsige Behauptung, das Facebook bis Ende des Jahres Twitter aufgekauft hat. Ich glaubs fast nicht, aber lassen wir uns überraschen.

Die nächsten zwei Wochen stehen ganz im Zeichen ein paar Funktionen, die wir noch implementiert haben möchten. Ein paar andere Features mussten wir erstmal hinten anstellen, da wir den Fokus (und die Budgets) erst einmal auf dringend Nötiges lenken wollen. Riecht nach Arbeit. Schmeckt gut.

“Marketing in der Krise?” – Ansichtssache

Letzten Monat ist eine neue Studie der BBDO Consulting zum Thema “Marketing in der Krise” raus gekommen, ein meiner Meinung nach schöner zweideutiger Titel, dessen BBDO sich wahrscheinlich gar nicht so bewusst ist.

Die Studie behandelt die Frage, wie deutsche Marketingentscheider mit der aktuellen Krise 2009 umgehen, dafür wurde 300 Interviews geführt worden. Ohne jetzt in die Details zu gehen, die sich jeder hier ansehen kann, ist doch ein klarer Trend abzusehen: Die Beziehung zu den Kunden und Verbrauchern muss verbessert werden (mit sagenhaften 86,7% ganz oben) und die Marketingeffizienz muss überprüft und danach auch angeglichen werden (immerhin mit 71% auf dem 3. Platz der geplanten Maßnahmen für 2009).

Sowohl kurz als auch mittelfristig steht die Verbesserung des Dialogs mit dem Kunden ganz oben auf der Liste der Marketingmenschen Deutschlands. Es scheint also, dass die Hauptaussage des cluetrain-manifests “Märkte sind Dialoge” endlich in den Köpfen der Marketingabteilungen angekommen ist und man sich endlich darauf besinnt, dass ein offener Dialog mit Kunden oftmals sehr viel effizienter und wichtiger ist als noch eine weitere Printanzeige im Spiegel zu schalten.

Das freut uns natürlich, da wir durch die Studie nochmal das bestätigt bekommen, was wir alle eh schon lange fühlen und merken: Wir sind auf dem richtigen Weg.

Das zeigt auch die Prognose der Entwicklung der Werbeausgaben 2009, hier belegen Web 2.0 und Online-Aktivitäten die ersten drei Plätze, während Radio, Fernsehen und Zeitschriften auf den Abstiegsplätzen rangieren. Endlich bewegt sich was und langsam aber sicher bekommt der Kunde endlich wieder mehr Macht innerhalb der Werbewelt.

Rock and Roll Guys.

Lehrstunde für alle WannaBe-Social-Media-Werber

Eine schöne Lehrstunde für alle Werber, das Social Media Werbung eben doch ein bisschen anders funktioniert als TV- und Radiowerbung. Schöne 24 Charts.

wahl.de hats erkannt

wahl.dewahl.de misst und bewertet laut eigener Aussage “die Online-Aktivität von Parteien und Politikern” und zeigt täglich zeigen wir die aktivsten und erfolgreichsten politischen Akteure.”

Dabei hat wahl.de das Ziel, die aktivsten Politker (und Parteien) der letzten sieben Tage aufzuzeigen und deren Aktivitäten auf Social Media Plattformen zu tracken. Am Ende des Tages findet sich dann eine schöne Auswertung, allen Voran der, wie wahl.de sie nennt, “Big Mover” (mit der größten Erweiterung des Freundeskreises) und der “Big Shaker” (mit der größten Nutzung der Kanäle).

Darin spiegeln sich zwei Grundideen des WOM-Marketings, das Push-Marketing ( “Big Shaker”) und das Pull-Marketing ( “Big Mover”). Push zeigt, wie aktiv eine Person selbst ist, um sich ins Gespräch zu bringen wie etwa durch die Nutzung von Twitter, sozialen Netzwerken und Blogs. Pull die Resonanz auf diese Aktivitäten, generierten Content und “Social Media Präsenz”.

wahl.de hat noch Großes vor. So soll man in Zukunft sich auf dem eigenen Profil “seine” Politiker zusammenklicken können, die man gerne tracken möchte – “ein Politiker seine Mitbewerber, ein Landesverband seine Spitzenkandidaten, ein Bürger seine Wahlkreis-Kandidaten. “

Ich denke, wahl.de verfolgt einen sehr guten Ansatz und bricht eine weitere Lanze für die Aktzeptanz sozialer Medien als durchaus ernst zu nehmendes Marketing-Werkzeug. Und bringt hoffentlich auch ein Quentchen mehr Transparenz in die Aktivitäten unserer Politiker. Viel Erfolg dabei!

PS. Ich frage mich immernoch, wie die Jungs wohl diese geniale Domain ergattert haben.

Faszinierend

Es ist wirklich faszinierend, Erkältungen erwischen einen immer genau dann, wenn es am ungüstigsten ist. Wobei es wahrscheinlich keinen wirklich günstigen Termin gibt. Ich habe mir einen mittelschweren Schnupfen in der schönsten Ausprägung von der CeBIT mitgebracht. Ausgerechnet in der Woche, in der wir einen relativ wichtigen Termin beim Netzwerk Nordbayern haben (die uns eh schon nach Kräften unterstützen). Mal abgesehen davon habe ich Freitag auch noch eine (leicht verspätete) Weihnachtsfeier.

Von der “webciety” auf der CeBIT 2009 war ich übrigens etwas enttäuscht. Die Vorträge waren soweit gut, die Moderation gelungen, allerdings hatte ich es mir am Anfang zwonulliger vorgestellt. Das Standareal war sehr schick.