Es gab viele Diskussionen um die neue Vodafone Kampagne in den letzten Wochen. Das hat zumindest schon einmal funktioniert. Die Konzentration der “Es ist deine Zeit”-Kampagne auf das Social Web mit Einbindung von Blogs, Facebook, Twitter, MySpace und das Aktivieren von bekannten Bloggern wie Sascha Lobo als Testimonal war für Social Media Verfechter der benötigte große Schritt in die richtige Richtung für die Zukunft der Werbung. Allerdings ist das immer so eine Sache mit dem Social Web. Wer sich ausführlich damit beschäftigt der weiß, das Social Web hat viel Potential und die Chance, mit wenig Aufwand vergleichsweise viel zu erreichen und den so lange geforderten Dialog zum Endverbraucher endlich zu einem wirklichen Dialog werden zu lassen. Allerdings hat das Social Web ein großes “Manko”, wenn man es mal aus den Augen der klassischen Werbung betrachtet. Es ist einfach nicht steuerbar. Kommentare, Gespräche, der allgemeine Buzz, die Meinungen, hinter all diesen Dingen stehen eben wirkliche Menschen und Nutzer und keine Werbetexter. Und so soll es ja auch sein.
Wie bei Pepe zu lesen ist hat Vodafone anscheinend seine klassischen Werber nicht ganz im Zaum halten können und Faketexte via Fake-Twitter-Accounts auf den Twitter-Aggregator der Kampagne gepackt. Schlechter Stil Vodafone, entweder ganz oder gar nicht. Ich hoffe allerdings wirklich, dass damit die Glaubwürdigkeit nicht über den Jordan ist, ich finde die Aktion ist nach wie vor ein wichtiger Schritt in Richtung Social Media. Aber wie wir Mundpropaganda-Verfechter wissen, eines der obersten Gebote ist Ehrlichkeit, sonst gräbt man sich selbst das Wasser ab.

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